Die linke Masche ist die zweite Hälfte des Strickens: zusammen mit der rechten Masche ergibt sie glatt rechts, Rippenmuster und fast jedes Strukturmuster. In diesem Video zeigen wir Schritt für Schritt, wie du sie strickst, wo der Faden liegt und warum linke Maschen am Anfang meist lockerer werden als rechte.
Linke Maschen Schritt für Schritt
- Faden nach vorn legen. Anders als bei der rechten Masche liegt der Arbeitsfaden vor der Arbeit.
- Einstechen. Stich mit der rechten Nadel von rechts nach links in die erste Masche, vor der linken Nadel.
- Faden holen. Lege den Faden von vorn nach hinten um die rechte Nadel.
- Neue Masche durchziehen. Zieh die Schlinge nach hinten durch die alte Masche.
- Alte Masche abgleiten lassen. Lass sie von der linken Nadel fallen.
Häufige Fehler
- Faden vergessen umzulegen. Bleibt er hinten, entsteht ein zusätzlicher Umschlag und die Maschenzahl stimmt nicht mehr.
- Lockerere linke Maschen. Der häufigste Effekt bei glatt rechts: die linke Seite wird schlaffer. Abhilfe: linke Maschen bewusst etwas fester stricken.
- In den hinteren Maschenschenkel gestochen. Die Masche wird verdreht und das Gestrick zieht sich zusammen. Prüfe immer, wie die Masche auf der Nadel sitzt.
Häufige Fragen
Warum sind meine linken Maschen größer?
Das ist normal — die meisten stricken linke Maschen lockerer. Zeigt es sich im Gestrick, strick die linken Maschen mit einer halben Nadelstärke weniger.
Was ergeben rechte und linke Maschen zusammen?
Reihenweise abgewechselt entsteht glatt rechts; innerhalb einer Reihe abgewechselt 1x1-Rippen oder Perlmuster.
Kann ich linke Maschen ganz vermeiden?
In Runden gestrickt entsteht glatt rechts allein aus rechten Maschen. Für Hin- und Rückreihen und für jedes Rippenmuster ist die linke Masche aber unverzichtbar.
Material aus dem Video
BeMe Wolle von The Woolcatcher und Rundstricknadeln. Hier die gesamte Kollektion an Naturgarnen.